In Magdeburg werden im Jahr 2007 Gasballone und Heissluftballone starten. Doch, was unterscheidet Gasballone von Heissluftballonen?
Die Luftfahrt kam als "Zwilling" zur Welt. Am 21. November 1783 startete der von den Gebrüdern Montgolfier erfundene, erste bemannte Heissluftballon mit den beiden Piloten Pilatre de Rozière und Marquis d'Arlandes. Nur 12 Tage später, am 1. Dezember 1783 startete der von Professor Charles entwickelte Gasballon; sein Auftrieb "Wasserstoff".
Daher stammen die Namen "Montgolfiere" für den Heissluftballon und "Charlière" für den Gasballon. Die von Piltare de Rozière betriebenen Kombinationen beider Systeme endeten für ihn tödlich. Heute ist die so genannte "Rozière", ein Kombinationsballon mit dem unbrennbaren Heliumgas und der zusätzlichen Heissluftballontechnik der Rekordballon schlechthin. Nur mit dieser Technik war nach vielen Anläufen die erfolgreiche Weltumrundung des Schweizer Piloten Betrand Piccard mit seinem Co-Piloten Brian Jones möglich.
Dass auch Gasballone, obwohl nur 1/3 so groß wie die bekannten, bunten Heissluftballone, zu enormen Leistungen fähig sind, wurde Mitte Juni vom englischen Extrempiloten David Hempelman-Adams bewiesen. Er überquerte allein in einem Ballon im offenen Ballonkorb in knapp 4 Tagen den Atlantik.
Ballone exakt dieser Größe werden hier in Magdeburg starten, um in 24-Stunden innerhalb Europs die weiteste Strecke zurückzulegen.
Diese absolut geräuschlosen Vertreter der Luftfahrt erzielen den Auftrieb durch Wasserstoff, Höhenänderungen werden durch fein-dosierte Abgabe von Sandballast vorgenommen.
"Petrus" ist der Hauptmeteorologe und nur er entscheidet über die sichere Durchführung der Ballonfahrten. Anpassungen sind daher kurzfristig möglich.